Posts Tagged ‘Muslime’

BIG – ein muslimisch-deutsches Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit

Mittwoch, April 14th, 2010

 

Wahlplakat des Bündniss für Innovation & Gerechtigkeit

Wahlplakat des Bündniss für Innovation & Gerechtigkeit

BIG steht nicht nur für «groß», sondern auch für das neue Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit.  BIG tritt bei der nordrhein-westfälischen Landtagswahl am 9. Mai als erste Partei an, die überwiegend von Muslimen gegründet wurde. Allerdings versteht sich die Gruppierung nicht als Islam-Partei. Vielmehr sieht sie sich als Stimme für Bevölkerungsgruppen, die sich von den etablierten Parteien vernachlässigt fühlen, wie der Gründer & Unternehmensberater Haluk Yildiz betont. Bei der Kommunalwahl 2009 war der türkischstämmige Politiker bereits in den Bonner Stadtrat eingezogen.

Yildiz war bis 2009 Sprecher des Bonner Rats der Muslime. Als Islam-Vertreter will er jedoch nicht gelten. Zwar seien überwiegend Muslime Parteimitglieder, das Bündnis stehe aber allen Menschen offen. Inzwischen gebe es auch schon einige Christen in der Partei. Vom Islam ist im BIG-Grundsatzprogramm keine Rede. Menschen sollten nicht auf ihre Religion oder Herkunft reduziert werden, sagt der Parteivorsitzende gegenüber dem SWR.

Entstanden ist BIG aus drei regionalen Wählervereinigungen: Die Wählergemeinschaft „Bündnis für Frieden & Fairness“ (BFF) setzt sich nach eigenen Angaben nur aus Muslimen zusammen. Sie hat bei der Kommunalwahl 2009 zwei Plätze im Bonner Stadtrat erhalten. Gleichzeitig hat die Bürgerinitiative Gelsenkirchen (BIG) eine Wählergemeinschaft von Menschen mit Migrationshintergrund an der Kommunalwahl teilgenommen. Als Ergebnis zogen ebenfalls zwei Abgeordnete in das Stadtparlament Gelsenkirchen ein. Eine vergleichbare Wählergemeinschaft aus Köln schaffte den Einzug in den Stadtrat nicht.

Zu den Kandidaten zählen eine Frauenärztin aus Marokko, ein türkischstämmiger Zahnarzt, ein libanesischstämmiger Ingenieur und ein in Bonn geborener Rechtsanwalt.

Auch bundesweit formiert sich das Bündnis, das bei den kommenden Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz, Bremen, Berlin und Baden-Württemberg ebenfalls antreten will.

Wir sind Deutschland

Erneuerungsbedarf sieht der 42-jährige Haluk Yildiz unter anderem in der Bildungs-, Sozial-, und Integrationspolitik.

 

Ein umfangreiches Wahlprogramm können die BIG-Vertreter bisher noch nicht vorweisen, nur ein vierseitiges Grundsatzprogramm. Darin wird etwa beklagt, dass es ungeachtet des Diskriminierungsverbots im Grundgesetz in vielen Bereichen eine Benachteiligung von Minderheiten gebe. Die Partei verstehe sich dagegen als «Brückenbauer» zwischen den Gesellschaftsgruppen. Zu ihren Zielen gehört unter anderem die Gewährung doppelter Staatsbürgerschaften.

 

In eine der etablierten Parteien mochte Yildiz nicht eintreten, weil ihn deren Art stört, über Menschen zu reden. So würden Hartz-IV-Empfänger zu bloßen Objekten, hinter denen die Einzelschicksale in Vergessenheit gerieten.

Bei der Kommunalwahl 2009 in Bonn erreicht er mit dem Bündnis für Frieden und Fairness (BFF), das nun BIG-Ortsverband ist, 2,1 Prozent der Wählerstimmen. Da es bei Kommunalwahlen keine Fünf-Prozent-Hürde gibt, reichte das für zwei Mandate im Rat der Stadt. Auf Landesebene müsste das Bündnis für einen Einzug ins Parlament deutlich zulegen.

Homepage: http://bignrw.de/

Der Vorsitzender der BIG, Haluk Yıldız, im Interview (September 2011):

http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2011/09/193720/

Namensgeber: Politically Incorrect (Talkshow)

Montag, März 15th, 2010
Politically Incorrect hat sich nach einer Sendung benannt, die von der US-Rechten bekämpft (und schließlich abgesetzt) wurde, weil sie politisch nicht korrekt war.
siehe Politically Incorrect auf  Wikipedia
Politically Incorrect war in den USA eine abendliche politische Talkshow von Bill Maher, die von 1993 bis 2002 lief. Ausgestrahlt wurde sie auf Comedy Central 1993 bis 1996 und auf ABC von 1997 bis 2002.

Nach den Anschlägen des 11. September sagte der ehemalige amerikanische Präsident George W. Bush, die Terroristen seien Feiglinge. In Rahmen dieser Tragödie war es auch zum Unglück der Airlines Flug 77 gekommen, bei dem einer der häufigen Gäste der Sendung (Barbara Olson) ums Leben gekommen war. Maher ließ für sie eine Woche lang einen Platz in der Sendung leer. Wenige Tage später widersprach Dinesh D’Souza in der gleichen Sendung Bush und behauptete, die Terroristen seien Krieger.

Maher widersprach dem nicht und geriet damit ins Kreuzfeuer der Kritik der republikanischen Partei und der gesamten US-Rechten . Die Sendung verlor dabei Werbeaufträge.

Bereits im Juni des folgenden Jahres wurde die Show offiziell aufgrund mangelnder Zuschauerquoten abgesetzt.

Quelle:

http://de.wikipedia.org/wiki/Politically_Incorrect_%28Talkshow%29