Archive for the ‘Islamisten’ Category

Muslime wollen christliche Kirchen bewachen

Samstag, Januar 22nd, 2011

Die drei großen islamischen Organisationen in den Niederlanden haben angeboten, koptische Kirchen zu bewachen. „Wir wollen die Kopten vor al-Qaida beschützen“, heißt es in einer Erklärung, berichtet Spiegel online.

Die Muslimverbände riefen Anhänger des Islam auf, Drohungen gegen Christen zu verurteilen: „Vor allem wir müssen das tun, denn al-Qaida behauptet im Namen des Islam zu handeln.“


Wie ist deine Meinung zum Afganistan-Krieg?

Sonntag, Mai 16th, 2010

afghanistan2 Eine Twitter-Umfrage zum Them Afganistan-Krieg

Hier gehts zur Abstimmung:

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Seminar: Jenseits von antimuslimischem Rassismus & Islamismus

Donnerstag, Mai 6th, 2010

Freitag , 7. Mai,  19:30 Uhr,  Soziales Zentrum, Ecke Schmechtingstr. / Josephstr., 44791 Bochum

Mein Versuch, die Inhalte der Veranstaltung in verständlichem Deutsch wiederzugeben:

Die öffentliche Debatte um die Feindschaft gegenüber Muslimen in Deutschland hat an Intensität weiter zugenommen. Bei der Suche nach Besonderheiten der antimuslimischen Diskurse tauchen konkurrierende Interpretationsansätze auf.  So wird etwa von “antimuslimischem Rassismus” oder “Islamophobie” gesprochen und ältere Konzepte wie etwa das des Orientalismus werden aktualisiert.  Auf der Veranstaltung sollen zwei Tendenzen in der Analyse der Feindschaft gegenüber Muslimen skizziert werden um dann die Frage zu stellen, welche Argumente und Diskussionsansätze sich am besten eignen, um dagegegn vorzugehen.

Postkoloniale Analyse und Kritik orientalistischer Islam-Bilder

Die gegenwärtigen Vorurteile und Klischees über Muslime und den Islam sind nicht geschichtslos. Sie lassen sich zurückverfolgen auf koloniale Diskurse, in denen Orient-Bilder als Negativfolie konstruiert wurden, von denen sich der Westen positiv absetzen konnte. Der Orientalismus arbeitet mit Zuschreibungen wie etwa “westlich” gleich “aufgeklärt” versus “orientalisch” gleich “rückständig”. Dabei wurde der Islam ebenfalls als Teil einer rückständigen Kultur definiert. In den letzten Jahren fand eine Ausdifferenzierung und Akademisierung postkolonialer Ansätze statt. Dies führt zur einer genaueren Analyse, allerdings nicht zu einer Stärkung der politischen Kritik und Praxis. Insofern kommt es hier darauf an, eine politische Praxis zu entwickeln, die sich auf die postkolonialen Ansätze bezieht.

Islamophobie aus der Perspektive der Mehrheitsgesellschaft

Während die oben erwähnten postkolonialen Ansätze kaum beachtet wurden, kam es in Deutschland zu einer breiteren Debatte um die Feindschaft gegenüber Muslimen, als deutsche WissenschaftlerInnen sich dem Thema annahmen. Es ist zu begrüßen, dass es so zu einer breiteren Auseinandersetzung kam und die Feindschaft gegenüber Muslimen sich immer weniger hinter “Islamkritik” verstecken kann. Allerdings kam es dabei auch zu einigen Verschiebungen und problematischen Entwicklungen, die zu diskutieren sind.

Emanzipatorische Kritik an antimuslimischem Rassismus und Islamismus?

Aus einer emanzipatorischen Perspektive (die die Überwindung von Herrschaft und Ausbeutung einfordert) ist die Analyse und Kritik des antimuslimischen Rassismus eine Notwendigkeit. Allerdings macht die Erkenntnis, dass “Islamkritik” oft zur Legitimation von Rassismus eingesetzt wird, die Analyse und Kritik des Islamismus als reaktionärer politischer Bewegung nicht überflüssig.

Den meisten Vertretern des Islamismus in Deutschland geht es nicht um die Einführung der Scharia, sondern vielmehr um die Durchsetzung einer konservativen Islamvorstellung unter den in Deutschland lebenden Muslimen. Diese richten sich- ähnlich wie bei den konservativen Christen z.B. gegen Atheisten, Frauen und Homosexuelle.

Die Schwierigkeit, eine emanzipatorische Kritik zu formulieren, ohne von  den herrschenden rassistischen Diskussionen vereinnahmt zu werden, ist offensichtlich. Vielfach wird berechtigte Kritik an konkreten islamistischen Inhalten und Praxen verwendet, um Feindbilder zu konstruieren und den Rassismus in Deutschland zu legitimieren. Dies gilt auch für die emanzipatorische Kritik am Islamismus.

Was tun?

Angesichts dessen, dass die Feindschaft gegenüber Muslimen eher zu- als abnehmen wird und dass sie als eine Ideologie zur Legitimation von Rassismus und sozialer Ausgrenzung zunehmend relevanter wird, ist die Entwicklung einer emanzipatorischen Perspektive so notwendig wie schwierig.

Dies wurde bei den Auseinandersetzungen um rechte Aufmärsche in Duisburg deutlich, wo Pro NRW und NPD Ende März gegen “Islamisierung” aufmarschierten. So hat zwar das Bündnis linksradikaler und anarchistischer Gruppen “Rechtes Märchenland zerlegen” versucht, erste Ansätze einer emanzipatorischen Positionierung jenseits von antimuslimischem Rassismus und Islamismus zu etablieren. Allerdings wurden diese Ansätze von den linken und bürgerlichen Bündnissen gegen Pro NRW und NPD nicht beachtet.

Klingt wie eine spannende Veranstaltung, auch wenn das Vokabular  der Inhaltsbeschreibung im Original noch mal eine Stufe abgehobener ist.

Islamist Bin Laden und Wolfgang Schäuble

Donnerstag, März 25th, 2010

In laxem Plauderton, sonor und angenehm, als wäre es in der Kneipe nach dem Kino, so spricht Hagen Rether uns bereits im Mai 2007 an:

»Der Islamist Bin Laden hat genauso viel mit dem Islam zu tun wie Innenminister Schäuble mit der inneren Sicherheit. Gar nix. Zwei Paranoiker auf Kriegspfad. Das ist furchtbar. Und die fangen den auch nicht. Also den Bin Laden. Bin Laden, den fangen die nie. Die brauchen den zwingend als Anti-Christ. Der ist der wichtigste Mann in der amerikanischen Außenpolitik. Das ist der Blankoscheck. Da schreiben die drauf, was die lustig sind. Und dann kriegen wir wieder Bin Laden Videos vorgespielt alle paar Monate. Dann ham wer die Buxe alle wieder richtig voll. Und dann kannste die Doktrin weiter richtig durchziehen. Na sicher, so’n Spiel geht nur mit voller Buxe. Dat Christentum wär längst am Ende ohne Teufel.«

Quelle: Der Schallplattenmann: Hagen Rether „Liebe zwei“