Archive for the ‘Allgemein’ Category

…einfach nur LEBEN können

Sonntag, November 6th, 2011
Hülya Lehr beim Benefizball der Lions-Club Justus-von-Liebig Darmstadt

Hülya Lehr beim Benefizball der Lions-Club Justus-von-Liebig Darmstadt

Ein Gastbeitrag von Hülya Lehr

Das Ergebnis vom 50. Jährigen Anwerbeabkommen mit der Türkei wirkt sich auch auf unsere gesellschaftlich-sozialen Strukturen in Deutschland aus.

 

Auf dem Benefizball der Lions-Club Justus-von-Liebig Darmstadt stellte ich plötzlich viele viele türkische Migranten fest, die in der hiesigen Gesellschaft unverzichtbare Partner geworden sind…Ich lernte Menschen mit Arabischen, Peruanischen, Pakistanischen und und weiteren ausländischen Wurzeln kennen, die alle für einen guten Zweck diesen schönen Abend unterstützt haben: Es wurden 10.000,-€ für den Verein Hilfe für Krebskranke Kinder gespendet.
Wir haben alle gemeinsam gefeiert…waren MULTI-Kulti und doch eine EINHEIT…
Wir sollten endlich aufhören über Integration zu diskutieren…Lassen Sie uns Wege finden, die wir gemeinsam genußvoll erleben…einfach nur LEBEN können.

 

Freiheit – auf Türkisch heißt das Özgürlük.

Samstag, Januar 15th, 2011

Freiheit – auf Türkisch heißt das Özgürlük.

özgürlük (tr)

wolność (pl)

liberté (fr)

freedom (en)

Anarhia – (ro)

じゆう (jap) (sprich: dschijuu)

 

Wer mag ergänzen?

Junge Muslime reden in der Süddeutschen Zeitung

Montag, September 6th, 2010

Die dritte Generation der Einwanderer hat bemerkenswerte Karrieren geschafft, gegen Widerstände und Vorurteile – keineswegs nur in der deutschen Gesellschaft, sondern gerade auch im Herkunftsmilieu und nicht zuletzt in den eigenen Familien. Viele Muslime sehen Deutschland längst als Heimat, oder sie würden dies zumindest gern tun.

Die SZ hat Muslime befragt, wie sie zu diesem Land stehen, wie sie ihr Leben zwischen zwei Kulturen bewältigen und was sie von der Integrationsdebatte halten. Spannende Artikel jenseits der einfachen Welt der Hetzer:

Meryem Altuntas, Apothekerin
Erdal Öztürk, ungelernter Arbeiter
Sezai Cakan, Student und Prediger
Özlem Sarikaya, Moderatorin

Siehe auch:

Sarrazin: Der Hetzer von der SPD – Direkte Aktion
Der Rassist im Vorstand der deutschen Bundesbank

Kino-Tipp: „Babys“

Dienstag, August 10th, 2010

Sie heißen Ponijao, Bayar, Mari und Hattie. Geboren in Namibia, in der Mongolei, in Japan und in den USA. Einfühlsam begleitet die Kamera die neuen Erdbewohner vom ersten Atemzug bis zu den ersten Schritten auf wackeligen Beinen.

Zwei von ihnen leben fernab der Zivilisation, die beiden anderen mitten in der Großstadt. Sie sind Einzelkind oder Teil einer Großfamilie. Doch so unterschiedlich ihre Herkunft ist, so verschieden die Kulturen sind, in denen sie aufwachsen

Doch wenn Babys brabbeln, glucksen und lachen, klingt es überall auf der Welt gleich. In zeitlicher Abfolge dokumentiert der Film die Entwicklung der Kinder und macht in wunderbar authentischen Bildern deutlich, dass es keine Rolle spielt, ob sie in einer Jurte oder in einem Hochhaus-Apartment ihre Umgebung entdecken, lachen und weinen, Vertrauen und Ängste entwickeln, Geborgenheit suchen und Liebe finden. Denn im Laufe eines Jahres mausern sich alle vier Babys vom hilflosen Säugling zum selbstbewussten kleinen Individuum.

Trailer: Babys

 

Warum Deutschland mehr Zuwanderer braucht

Dienstag, August 3rd, 2010

Wirtschaftsminister Brüderle (FDP) fordert mehr Zuwanderung, um die Wirtschaft zu stützen: „Der deutsche Arbeitsmarkt braucht Leute aus dem Ausland. Das Thema, wie Deutschland für ausländische Facharbeiter endlich attraktiv wird, steht ganz oben auf meiner Agenda“, sagte Wirtschaftsminister Rainer Brüderle dem „Handelsblatt“.

„Der Fachkräftemangel wird in den nächsten Jahren zum Schlüsselproblem für den deutschen Arbeitsmarkt und nicht die Arbeitslosigkeit“, sagte Brüderle weiter. Je länger der Aufschwung anhalte, desto größer werde das Problem.

Das Institut der Deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat ausgerechnet, dass bereits in vier Jahren rund 220.000 Ingenieure, Techniker und Naturwissenschaftler fehlen werden. Der Ingenieursverband VDI beklagt bereits heute eine Lücke von 36.000 Fachkräften.

Seit 2008 ist Deutschland sogar ein Auswanderungsland. Das heißt: Es gehen mehr Menschen aus Deutschland weg, als Menschen herkommen. Neben qualifizierten Ausländern verlassen auch gut ausgebildete Deutsche das Land. Gleichzeitig sind in den vergangenen Jahren jeweils weniger als 700 Hochqualifizierte hierher gekommen – eine verschwindend geringe Anzahl.

Die Unternehmen in Deutschland haben das Problem schon längst erkannt.  Sie haben die Erfahrung gemacht, dass nur eine kleine Gruppe der der derzeit gut drei Millionen Arbeitslosen in Deutschland ihren akuten Bedarf abdecken können. In den meisten Fällen fehlt schlicht die Qualifizierung der Erwerblosen.

Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) hatte sich kürzlich ebenfalls für die verstärkte Anwerbung ausländischer Fachkräfte ausgesprochen.

Ob jedoch Ausländer in ein Land wollen, in dem sie fürchten müssen, wegen ihrer Namen und Hautfarbe diskriminiert und von NPD Schlägern zusammengeschlagen zu werden, das ist mehr als fraglich.

Welche Fachkräfte gesucht werden
Beruf Offene Stellen pro Arbeitslosem*
Ärzte 5,9
Leitende Verwaltungsfachleute 4,6
Krankenpfleger, Hebammen 3,6
Maschinen- und Fahrzeugbauingenieure 2,7
Wirtschaftsprüfer, Steuerberater 2,7
Elektroingenieure 2,6
Landmaschineninstandsetzer 2,3
Rohrinstallateure 2,1
Elektroinstallateure, -monteur 1,8
Löter 1,8
* Berufe mit mehr als 500 bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten offenen Stellen. Offene Stellen insgesamt entsprechen den bei der BA gemeldeten offenen Stellen gewichtet mit der BA-Meldequote offener Stellen (Akadedemikerberufe: 20 Prozent; Ausbildungsberufe: 40 Prozent)

Quelle: IW Köln

Quellen:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,709704,00.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,709228,00.html

Unsere Deutsche Multi-Kulti-Nationalmannschaft

Sonntag, August 1st, 2010

Gastbeitrag von Benno:

Multi-Kulti hatte keinen guten Ruf in Deutschland. Es gibt Webseiten die sich auf Multi-Kult-Bashing spezialisiert haben. Multi-Kulti klingt immer noch nach strickenden Grünen, die sich mit Pizzeria Besitzern und Döner-Buden-Betreibern Straßenfeste organisieren, auf denen türkische Bauchtänzerinnen und Yoga-Gurus auftreten.

Und während Mutige auf die Vorteile von Einwanderung für jede Gesellschaft und jeden Staat hinweisen,  polemisieren und pöbeln konservative Politiker von CDU und SPD gegen Immigrantenkinder und ihre Eltern. Auch die Bilder die sensations-gierige Presse malt, sind wenig attraktiv.

Jedenfalls bis Jogi Löw kam. Der steckte diese offensichtlich hoffnungslos integrationsunwilligen Immigrantenkinder zusammen mit ein paar halbwegs arischen Kindern und formte daraus eine halbwegs erfolgreiche Fußballmannschaft.

Siehe und staune: Multi-Kulti ist erforgreich!!!!!

Benno hat mal (für alle, die zwar für Deutrschland jubeln, aber sonst gegen Einwanderer hetzen) zusammengestellt, auf welche Spieler wir verzichten müßten, wenn wir nicht auf Multi-Kulti setzen.  Eindrucksvoll:

Dennis Aogo SC Freiburg Geboren in Karlsruhe Aogo hat eine deutsche Mutter und einen nigerianischen Vater.
Jerome Boateng Hamburger SV Geboren in Berlin Boateng hat eine deutsche Mutter und einen ghanaischen Vater aus dem Stamm der Aduana, Prince Boateng
Cacao VfB Stuttgart Geboren in Santo André (Brasilien) als Claudemir Jeronimo Barreto Cacau kam 1999 mit der Samba-Tanzgruppe durch Deutschland, bevor er einen Vertrag bei Türk Gücü München erhielt.
Mario Gomez FC Bayern München Geboren in in Riedlingen und in Unlingen aufgewachsenen. Als Sohn eines aus der Provinz Granada stammenden Spaniers und dessen deutscher Frau besitzt er neben der deutschen auch die spanische Staatsangehörigkeit.
Sami Khedira VfB Stuttgart Geboren in Stuttgart Sami Khedira hat einen tunesischem Vater und eine deutsche Mutter.
Miroslav Klose FC Bayern München Geboren als Miroslaw Marian Kloze in Opole, Polen Seine Kindheit verbrachte Klose zunächst in Polen und kam, nach einem Aufenthalt der Familie in Frankreich, im Alter von acht Jahren mit seiner Familie als Aussiedler nach Deutschland in die Pfalz.
Marko Marin SV Werder Bremen Geboren in n Bosanska Gradiška, Jugoslawien, heute Bosnien und Herzegowina Als Marko Marin zwei Jahre alt war, wanderten seine Eltern nach Deutschland aus. Er wuchs in Frankfurt-Unterliederbach auf.
Mesut Özil Werder Bremen Geboren in Gelsenkirchen Seine Familie stammt aus der Türkei, lebt in der dritten Generation in Deutschland. Lieblings-Urlaubsland: Türkei. Lieblingsgericht: Melemen (türkische Rühreier).

Özil ist Muslim und betet vor jedem Spiel.

Lukas Podolski 1. FC Köln Geboren als Lukasz Podolski in Gliwice Als Aussiedler emigrierten seine Eltern 1987 nach Deutschland.
Serdar Tasci VfB Stuttgart Geboren in Esslingen Tasci, der aufgrund seiner türkischen Abstammung sowohl für die deutsche als auch für die türkische Fußballnationalmannschaft spielberechtigt gewesen wäre, entschied sich im Oktober 2006 trotz heftigen Werbens des türkischen Fußballverbandes für eine Laufbahn in der deutschen Nationalelf.
Piotr Trochowski Hamburger SV Geboren in Tczew, Polen Als Piotr Trochowski fünf Jahre alt war, kamen seine Eltern aus Polen nach Hamburg.

Und dann rettete uns  ausgerechnet ein Türke Deutschland ins Achtelfinale. Der Alptraum für die NPD.

Siehe auch: WM ohne Nationalismus?

Gutes Interview mit Klaus Theweleit zu Fußball und Migration

Update (8.7.2010): Jetzt hats auch der Spiegel gemerkt: Migranten im DFB-Dress „Aus dem Traum muss Alltag werden“

Kino: Neukölln Unlimited

Montag, Mai 17th, 2010

Schriftzug Neukölln unlimitedAuf der Berlinale gefeiert, jetzt kommt  der Film „Neukölln Unlimited“  in die Kinos.

Deutschland, 2010, 96 min

Regie: Agostino Imondi, Dietmar Ratsch

Darsteller: Hassan Akkouch, Lial Akkouch, Maradona Akkouch

Neukölln. Eine Stadt in der Stadt mit 300.000 Einwohnern. Menschen aus mehr als 160 Nationen leben hier. Der Berliner Bezirk ist berühmt für seine multikulturelle Gemeinschaft — und dafür ebenso berüchtigt, spätestens seit „Knallhart“ und „Rütli“.

Drei libanesische Geschwister in Berlin kämpfen gegen die drohende Abschiebung der ganzen Familie: Die Geschwister Lial, Hassan und Maradona leben seit frühester Kindheit im Berliner Bezirk Neukölln. Als talentierte Tänzer und Musiker sind die Geschwister in der Streetdance- und HipHop-Szene auch über die Grenzen Berlins hinaus ein Begriff. Aber sie haben ein Problem: Ihre Familie lebt seit 18 Jahren ohne sicheren Aufenthaltsstatus in Deutschland und ist permanent von der Abschiebung in den Libanon bedroht.

Film Poster für Neukölln unlimitedDenn die Ausländerbehörde schreibt vor, dass die Familie nur bleiben darf, wenn sie finanziell halbwegs eigenständig ist – weshalb die Einkünfte der Kinder in die Familienkasse wandern: 500 Euro von Hassans Auftritten mit der Breakdance-Gruppe, ein paar hundert Euro aus Lials Ausbildung bei einem Sportpromoter, vielleicht etwas von ihren Urban-Konzerten. Wenn unterm Strich rund 1500 Euro herauskommen, muss keiner abgeschoben werden. Kaum zu fassen, dass sich das Schicksal von sechs Menschen so leicht berechnen lässt.

Lial und Hassan, die als einzige Familienmitglieder einen befristeten Aufenthaltstitel bekommen haben, schmieden den Plan, mit ihrer Kunst den Lebensunterhalt der Familie zu sichern, damit diese legal im Land bleiben darf.

Sie tanzen sich die Seele aus dem Leib, sie singen, streiten und verfolgen unbeirrbar ihre Ziele: Lial Akkouch ist 19 Jahre alt, singt in der Frauenband „No Ibn“ („Keine Söhne ) und macht eine Ausbildung zur Eventmanagerin bei einem Boxkampf-Veranstalter. Ihr 18jähriger Bruder Hassan lernt für das Abitur, übt als Rapper unter dem Künsternamen „HasS“ Sozialkritik und tourt mit seiner Streetdance-Gruppe durchs Land. Der 14jährige Bruder Maradona trainiert täglich Breakdance. Bei seinen Läufen quer durch Berlin trägt er ein T-Shirt mit der Aufschrift „I‘m Muslim, don‘t panik“. Er demonstriert gegen die Besetzung des Libanon, trat bereits für die TV-Show „Das Supertalent“ an und soll es später zum Breakdance-Vizemeister in Deutschland bringen – unter halsbrecherischem Ganzkörpereinsatz.

I'm a Muslim - don't Panic

I'm a Muslim - don't Panic

Doch der Druck dieser doppelten Belastung fordert seinen Tribut: Das Geschwisterverhältnis zwischen Lial und Hassan ist angespannt, und bei Maradona häufen sich die Probleme. Er wird wiederholt von der Schule suspendiert und bekommt die ersten Strafanzeigen, die nicht nur seinen Aufenthalt, sondern auch den seiner Familie gefährden könnten. Hin- und hergerissen zwischen dem ambitionierten Lebensstil seiner älteren Geschwister und dem Straßenleben seiner Kumpels steht er am Scheideweg zwischen Motivation und Resignation.

Die deutschen Medien sind überrascht:

So sympathisch die Protagonisten sind und so beeindruckend ihre verschiedenen Talente von Gesang bis Breakdance ausfallen: Ein wenig überrascht die Begeisterung, die „Neukölln Unlimited“ bislang hervorgerufen hat, dann doch. Ist ein klischeefreier Blick auf Einwanderer und ihre Lebensumstände wirklich eine Sensation?

spiegel.de

„‚Neukölln Unlimited‘ ist wie eine Gegenrede zu Thilo Sarrazin: Wie sollen Leute wie die Akkouchs sich in den deutschen Alltag integrieren, wenn ihnen eine Tür nach der anderen vor der Nase zugeschlagen wird? Und wieso ist die Mehrheitsgesellschaft, wieso sind die Behörden und die Politiker so blöd, ihre gewaltigen Anstrengungen nicht wahrzunehmen?“
Cristina Nord, die tageszeitung
„Eine wunderbare Dokumentation übers Erwachsenwerden, die ein wichtiges Thema anspricht: die Einwanderungspolitik Deutschlands. Wer darf eigentlich in Deutschland leben? Und wer nicht?“
Der Tagesspiegel

Der Film „dürfte für Verblüffung unter Multikulti-Skeptikern sorgen.“ urteilt der Spiegel.

Seltsam, das das erst der Film tut, denn er ist eine Dokumentation.

2003 wurden die Familie Akkouch für 6 Wochen in den Libanon abgeschoben. Für Hassan war das ein fremdes Land. „Meine Heimat ist nicht der Islam, sondern der Ort, wo und wie man aufwächst.“ Nach der Abschiebung habe die Schwester unter Bulimie, die Mutter unter epileptischen Anfällen, der kleine Bruder unter ADS gelitten. Das traumatische Erlebnis wird in animierten Sequenzen nacherzählt.

Bei einer öffentlichen Diskussion äußert der Berliner Innensenator Erhart Körting, dass die Migranten-Eltern den Staat oft hintergingen während deren Kinder ganz in Ordnung seien, dennoch geprüft werde müsse, ob ihr Bleiben im Interesse des Landes sei. Darauf reagiert Hassan mit: „Herr Körting, nach meiner Meinung schüren Sie den Hass in mir.“

Hassan Akkouch ist längst kein Unbekannten mehr. Bereits vor vier Jahren berichtete Spiegel-Online über die drohende Abschiebung des „Breakdance-Stars“ und Schülersprechers und bezeichnete ihn als „Prachtbeispiel für gelungene Integration“. Damals spielte er in einer ZDF-Serie mit und hatte das Projekt „Schule ohne Rassismus“ mitinitiiert.

Mehr Infos:

Berlinale

spielgel online

GMfilms

Tip Berlin

neukoelln-unlimited.de

… durch Trainings nicht aufzuholen

Montag, Mai 10th, 2010

„Die Stärken der kulturellen Eigenschaften, die ein Mensch per Geburt hat, sind durch Trainings nicht aufzuholen“

Monika Rühl,

Leiterin „Change Management & Diversity“ ,

Lufthansa AG

Fußball vereint Kinder aus Israel und Palestina

Dienstag, Mai 4th, 2010

„Jeder spricht Fußball“: Im Fußball-Dorf trainieren jüdische und palästinensische Kinder gemeinsam.

A soccer camp for peace

(Video)

8. Markt der Kulturen in Pirna

Montag, April 26th, 2010
Markt der Kulturen

Markt der Kulturen

Am 29. Mai 2010 in Pirna (Sachsen) auf dem Marktplatz zum achten Mal das große, interkulturelle Fest „Markt der Kulturen“ statt.

2 zentrale Bühnen

Auf 2 Bühnen gibt es Musik, Tanz, Theater, Kulinarischem, Handwerk, Spiel, Spaß & Informationen von 10 – 24 Uhr . Von lateinamerikanischen Klängen über Bigbandsound bis zu afrikanischer Mode, von russischer Folklore über tschechischen Ska & Klezmer bis zu traditioneller koreanischer Kampfkunst ist für jeden Geschmack etwas dabei! Vor allem aber sind viele neue Künstler und Beiträge im Programm. Moderiert wird das Fest von Bastian Wierzioch (mdr Figaro).

Über 60 Stände mit Kulinarischem, Spiel- und Spaßangeboten sowie Informationen

Den gesamten Tag sind auf dem Markt über 60 Stände mit Kulinarischem aus aller Welt, Kunsthandwerk, Spiel- und Spaßangeboten für Kinder sowie Infos von Kultur- und Antirassismus-Initiativen.

Der Sommer beginnt wie jedes Jahr mit dem großen Sommer-Open-Air-Konzert am 29. Mai 2010.

In diesem Jahr treffen „Vavamuffin“ (Reggae/Roots/Dancehall) und „Transsylvanians“ (Ungarischer Speed-Folk) zum großen Abendkonzert ab 19 Uhr aufeinander und werden den Marktplatz zum Beben bringen. Der Eintritt zum Abendkonzert ist wie immer frei.

Transsylvanians – Ungarischer Speed-Folk…

…doch wer jetzt an Folklore und nette Geigensolos denkt, hat erst nur halb Recht, denn die Transsylvanians rocken, als hätten sie den Rock‘n‘Roll selbst erfunden. Obwohl sie so ziemlich alle Klischees dieses Musikgenres kennen, lieben und mit Freude performen – Stagediving des solierenden Geigers ist nur ein Beispiel – , sind sie bei ihren Konzerten immer authentisch und so sympathisch, dass man meint, man wäre schon seit Jahren persönlich mit ihnen befreundet.

In mehr als 1.000 Konzerten in ganz Europa haben sie sich ein riesiges Publikum erspielt. Mitreißend und kraftvoll brechen sie in sekundenschnelle das Eis zwischen Bühne und Zuschauerraum, und es dauert selten länger als einen halben Song bis der ganze Saal tanzt.

Eine vierköpfige Partyband irgendwo zwischen Ska und Bartók Bela, eine Band die alte Traditionen wieder belebt, indem sie ihnen Zeitgeist einhaucht. Das sind die Transsylvanians.

Vavamuffin – zwischen Raggamuffin, Reggae und Dancehall

Die Band Vavamuffin gründete sich 2003 in Warschau und zählt mittlerweile zu den angesagtesten polnischen Reggae/Roots/Dancehall-Bands. Der Begriff Vavamuffin ist eine Kompilation zweier Wörter: des aus dem Patois stammenden „Raggamuffin“, welches einen typischen Singstill definiert, und des Wortes „Vava“ – welches ein Wort für Warszawas (Warschau) ist. Die Band vereinigt in sich sowohl Debütanten als auch preisgekrönte Profis der polnischen Reggae-Bühne und gibt mitlerweile Konzerte in ganz Europa.

Die neun Bandmitglieder legen in ihre Musik eine unbeschreibliche Leidenschaft und Energie. Hat man Vavamuffin einmal live erlebt, will man sie noch einmal sehen, und noch mal, noch mal, noch mal und einfach immer wieder…

Straßenfussball-Turnier

Auch für fußballbegeisterte Fans und Spieler wird es wieder ein Highlight geben. Das Fanprojekt Dresden wird nun zum zweiten Mal zum Markt der Kulturen ihren „Käfig“ mitbringen und zum gemeinsamen Spiel einladen. Alle Jungs und Mädels können sich als Team anmelden und am Turnier „Straßenfußball für Toleranz“ teilnehmen.
Die Anmeldung erfolgt über das Jugendhaus Hanno in Pirna (info@hanno-pirna.de, Tel.: 03501 / 781570, Hohe Straße 1 – 01796 Pirna) bis zum 1. Mai 2010.

Der Eintritt ist beim gesamten „Markt der Kulturen“ und natürlich auch beim großen Abendkonzert frei, Spenden sind willkommen.

Die Aktion Zivilcourage organisiert zusammen mit der Stadtverwaltung Pirna und vielen anderen Partnern, der Unterstützung unzähliger ehrenamtlicher Helfer, Mitwirkender, Spender und Förderer auch in diesem Jahr wieder das bunte Fest, das zeigen soll, dass in unserer Region viel Platz für Vielfalt und Weltoffenheit ist.